Die Eugen-Kolisko-Akaedmie

Anthroposophische Medizin

Anthroposophische Medizin wird in Europa an 15 Krankenhäusern und ambulant von mehreren tausend Ärzten praktiziert. Sie entspricht nicht nur einem Bedürfnis immer breiterer Bevölkerungskreise; sie ist auch für viele Mediziner der Weg geworden, sich zum Arzt zu entwickeln. Der Anthroposophische Arzt will Forscher werden, der aus gesteigerter Natur- und Menschenerkenntnis die Heilmittel in der persönlichen Begegnung mit dem Patienten findet. Das Vertrauen, das ihm der Patient entgegenbringt, wird zur Initiative, nach einem Weg zu suchen, der die Anteilnahme am Patienten und den Willen, zu heilen, ständig weiterentwickelt. Der Beruf wird Schulungsweg der eigenen Persönlichkeit, die sich in der Patienten-Begegnung bewährt..

Ab 2017 bietet die Eugen-Kolisko-Akademie in der Kooperation mit der Filderklinik und der Medizinischen Sektion am Goetheanum ein dreijähriges englischsprachiges Seminar für Studenten und Mediziner an. Mehr Informationen unter www.kolisko-academy.org. Das Programm können Sie sich als PDF herunterladen.

Geschichte

Thomas McKeen (1953 – 1993) war Internist, Oberarzt in der Filderklinik bei Stuttgart und anthroposophisch-medizinischer Lehrer. Er gründete 1987 das Anthroposophische Ärzteseminar (heute: Eugen-Kolisko-Akademie). Die Initiative dazu ging vom Vorstand der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland und dem damaligen Leiter der Inneren Abteilung der Filderklinik Dr. med. Jürgen Schürholz sowie vom Verband anthroposophischer Kliniken in Deutschland aus. Diese beiden Menschengruppen und ebenso die Akademieleitung sind Mitarbeiter der Medizinischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum in Dornach/Schweiz.

Im Laufe der Jahre haben sich ehemalige Teilnehmer aus enger Verbundenheit mit unserer Arbeit zu einem Förderverein zusammengeschlossen, wodurch wir von einem weiteren, uns besonders nahestehenden Menschenkreis getragen sind.

Eugen Kolisko

Geboren 1893 in Wien als Sohn des Pathologen Prof. Alexander Kolisko und der Pianistin Amalie Kolisko geb. Freiin von Eschenburg. Gestorben 1939 in London. Studium der Medizin in Wien. Promotion 1917. Seit 1914 Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft.

1920 beendete Eugen Kolisko seine Tätigkeit im Institu für Klinische Chemie an der Universität Wien und folgte dem Ruf Rudolf Steiners in das Lehrerkollegium der 1919 gegründeten Freien Waldorfschule in Stuttgart, wo er die für ihn geschaffene Stelle des Schularzteseinnahm. Daneben wurde er bald der führende Repräsentant der goetheanistischen Naturwissenschaft. Er entwickelte die "Hypothesenfreie Chemie", eine neue Systematik der Zoologie, entwickelte ein Heilmittel für Maul- und Klauenseuche. Er verwirklichte als Erster die methodischen Hinweise Rudolf Steiners zur Reform des Medizinstudiums durch die Plastisch-musikalisch-sprachliche Menschenkunde. Dies ist die methodische Grundlage der Eugen-Kolisko-Akademie.

Rudolf Steiners Urteil über Eugen Kolisko: "Der naturwissenschaftliche Phänomenalismus hat in Kolisko einen Verfechter, der diese Seite des anthroposophischen Denkens überall aus der unbefangenen Sach-Erkenntnis objektiv entwickelt. Man hat bei Kolisko nirgends das Gefühl, dass er von vornherein Anthroposophie in seine Welt-Erkenntnis hineinträgt, sondern überall das, dass er in einem sachgemäßen, aber intimen Denken aus den konkreten Problemen die anthroposophische Anschauung gewinnt. Dabei ist er innig als Persönlichkeit mit seinen Problemen verwachsen, so dass für mein Gefühl man ihm gegenübersteht als einer durch und durch wissenschaftlich überzeugend wirkenden Persönlichkeit. Wenn ich von ihm so sprechen höre wie diesmal über freies Geistesleben, dann habe ich die Empfindung: der redet bis ins Herz hinein wahr; und in dieser Wahrheit lebt er sich restlos aus." (Eugen Kolisko. Auf der Suche nach neuen Wahrheiten. Goetheanistische Studien. Stuttgart 2013)

Nette Worte unserer Absolventen

"I am returning to my university exam preparation with renewed strength and enthusiasm"

"Man, know thyself - this course taught me how to approach this delphic maxim in a way that involves both heart and brain."

"It was so much more than anthroposophy and medicine in theory - I could experience it, live it. It was extremely motivating for the future."

"It was very valuable to experience that there are ways of learning through which you can learn a lot and thereby be enlivened in such a way that what you learn reaches deeper layers of your being."

"There are courses that enrich the rest of your life, where you meet people with whom you feel connected and share the same enthusiasm for becoming more human and a better doctor."